Eduard Gutknecht–Nichts wird wieder so sein wie es war

Die Fotos sind Eigentum von Familie Gutknecht und dürfen nicht anderweitig verwendet werden.

Am Abend des 18. November 2016 begann der letzte Kampf des Gifhorners Eduard Gutknecht. Der eigentliche Boxkampf um den WBA-International-Titel im Ring gegen Georges Groves ist vorbei. Es gab eine Punktniederlage für Eddy und dieser Fight ist Boxgeschichte, wie alle anderen vergangenen Kämpfe auch. Doch für Eduard Gutknecht und seine Familie dauert dieser schicksalhafte Fight bis Heute an und wird auf unabsehbare Zeit weiter gehen.

 

An diesem Abend wurden nicht nur alle Pläne Gutknechts durchkreuzt. Er verlor auch seine Gesundheit. Für immer. Man kann es leider nicht anders sagen: Die eingetretenen Kopfverletzungen sind verheerend. Er muss leider das Schicksal einiger anderer Boxer, wie Magomed Abdusalamov, Alexander Mengis oder Prichard Colon teilen, die ebenfalls in Ausübung ihres geliebten Sports Verletzungen davon getragen haben, die nicht mehr vollständig reparabel sind.

Im Auftrag von boxenplus.de / Boxwelt.com hat Alexandra Kostenko ein Gespräch mit Julia, der Frau von Eddy Gutknecht, geführt. In einem erschütternden Satz schildert Alexandra ihren Eindruck bei diesem Gespräch: „Es ist furchtbar, in die Augen der Familienangehörigen von Eddy zu blicken und darin den Schmerz, die Tränen und die zerstörten Träume zu sehen.“

Frage: Liebe Julia, die Frage, die die Boxfans bewegt: Wie geht es Eddy jetzt ?

Julia: Es fällt mir schwer auf die Frage zu antworten, aber wir müssen glücklich darüber sein, dass er lebt. Aus medizinischer Sicht ist er stabil. Er bekommt mit, dass wir da sind und erkennt uns, da sind wir sicher.

Frage: Welche Erinnerung an den Kampf hast du selbst? Gab es während des Kampfes schon irgendwas, woran du seine Verletzungen bemerkt hast?

Julia: Ich habe den Kampf ab der 7. Runde abgeschaltet. Ich hatte zu große Angst um Eddy und konnte nicht weiter zusehen. Ich habe gebetet, dass er nicht verletzt wird. Bis heute traue ich mich auch nicht diesen Kampf anzusehen.

Frage: Wäre es besser gewesen den Kampf vorzeitig aufzugeben?

Hätte man den Kampf vorzeitig aufgegeben, wäre Eddy vielleicht nicht so stark verletzt. Vielleicht wäre dann wenigstens die Möglichkeit auf ein selbstständiges Leben garantiert. Bei dem Ausmaß solcher Verletzungen zählt jede Minute. Im November 2013 hat Eddy gegen Dmitry Sukhotsky geboxt, wobei sein linkes Auge verletzt wurde und geschwollen war. Der Kampf wurde zum Glück vorzeitig beendet.

Solche Fragen kann ich mir aber nicht weiter stellen, denn sonst zerbreche ich daran. Die Zeit kann ich jetzt leider nicht zurückdrehen. Mir bleibt nur übrig, das schwere Schicksal, was mir auferlegt wurde hinzunehmen. Ich verwende die letzte Kraft die mir geblieben ist, Eddy so gut wie möglich zu unterstützen, ihn zurück ins Leben zu holen und gleichzeitig für unsere drei Kinder da zu sein.

Frage: Weißt du was nach dem Kampf vorgefallen ist? In welchem Zustand war Eddy als es in die Klinik in London eingeliefert wurde?

Julia: Ich habe nach dem Kampf vergeblich auf einen Anruf von Eddy gewartet. Ich habe ihn mehrmals angerufen und SMS geschrieben. Er hat aber nicht geantwortet. Normalerweise ruft er mich immer nach dem Kampf an. Auch sein Bruder und Vater wussten nicht Bescheid. Alex (Eddys Bruder) wurde kurz vor 01:00 Uhr morgens mitgeteilt, dass Eddy für einen Sicherheitscheck in die Klinik gebracht wurde wegen seinem Auge. Es sei aber nichts Dramatisches und wir sollten nicht in Panik verfallen. Mitten in der Nacht kam dann der schockierende Anruf, Eddy wird wegen einer Gehirnblutung notoperiert und es bestand die Gefahr, dass er die Nacht nicht mehr überlebt.

So wie ich nach und nach erfahren habe, trug sich das nach dem Kampf so zu: Eddy kam in die Kabine und suchte nach der Teamärztin, damit diese einen Cut nähte. Er setzte sich hin und war nicht mehr in der Lage sich die Schuhe auszuziehen. Er konnte nicht einmal die Beine auf das Sofa heben. Das musste sein Teamkollege für ihn übernehmen und ihm helfen. Er hat etwas von Schmerzen gesagt, aber alle hatten es auf sein Auge bezogen. Die Ärztin nähte den Cut an seinem Auge. Er sagte etwas von Kopfschmerzen und begann am ganzen Körper zu zittern, zu schwitzen und ihm wurde schlecht. Als die Ärztin fast fertig war mit nähen, hat er angefangen seine Augen nach hinten zu verdrehen. Die Ärztin rief die Sanitäter und Allen war klar, dass es was Schlimmes sein musste und höchste Eile angesagt war. Eddy fiel in der Kabine in tiefe Bewusstlosigkeit. Er war nicht einmal mehr transportfähig. Die Erstversorgung musste vor Ort geleistet werden. Erst dann wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Frage: Wie lange befand er sich im Koma?

Julia: Zwei Tage nach der Operation hat man begonnen die Sedierung zu reduzieren. Selbst eine knappe Woche später war er immer noch nicht wach. „Es tut uns sehr leid“, sagten die Ärzte, „dies ist jetzt sein Zustand“. Er befand sich nicht im künstlichen Koma, war aber bewusstlos. Dieser Zustand dauerte noch ca. 5 weitere Wochen an.

Frage: Wie bewerten die Ärzte den Zustand von Eddy zur Zeit?

Julia:
 Die Ärzte sagen, dies ist eine sehr gravierende Verletzung. Es ist ein Wunder, dass er es überhaupt überlebt hat. Die rechte Hirnhälfte ist fast komplett beschädigt. Dazu kamen noch mehrere Einklemmungen und immer wieder Schlaganfälle im gesamten Bereich des Gehirns.

Frage: Welche Prognosen geben ihm die Ärzte für die Zukunft?

Julia: Die Ärzte haben gesagt, dass er wohl oder übel für immer auf Pflege angewiesen sein wird. Die Verletzung ist einfach zu groß und selbst nach dieser langen Zeit macht er einfach zu wenig Fortschritte.

Wir sollen uns darauf einstellen und ernsthaft Gedanken darüber machen, dass die Reha demnächst für ihn endet. Wir wollen nicht aufgeben und haben eine Verlegung in eine andere Einrichtung bewirkt. Aber auch hier wurde uns vor einigen Tagen mitgeteilt, dass Eddys Weg in der Reha langsam endet (ca. 8-12 Wochen, mehr Reha gibt es nicht) und er bald nach Hause muss. Er wird also immer pflegebedürftig bleiben.

 

Frage: Kann Eddy wieder laufen? Wie weit ist die Heilung vorangekommen bzw. wie erfolgreich war die Reha?

Julia: Nein laufen kann er leider nicht. Sprechen auch nicht. Wir hoffen irgendwann wieder seine Stimme zu hören. Ich hoffe auch darauf, dass er mich wieder in den Arm nehmen wird und sagt: „Schatz ich liebe dich und ich weiß du bist meine Frau und wir haben drei wundervolle Kinder“. Zur Zeit kann er sich manchmal durch Kopfnicken verständigen.

Frage: Der Kampf ist jetzt fast 5 Monate her. Was ist in der Zwischenzeit alles passiert?

Julia: Zu meiner Unterstützung ist meine Schwester zu mir gezogen. Ich suche jetzt eine Arbeit für einige Stunden, je nach Möglichkeit. Was ich verkaufen konnte, habe ich verkauft. Die Kinder habe ich aufgeklärt und sie durften Ihren Papa besuchen. George Groves Promoter hat sich gemeldet und möchte mir die von ihm gesammelten Spenden demnächst überweisen.

Frage: Kümmert sich Eddys Promoter weiter um ihn bzw. besteht eine Verbindung zu ihm?

Julia:
 Mit Eddys Promoter haben wir keinen Kontakt mehr. Die Verbindung ist abgebrochen.

Frage:
 Ist Eddy für die Zukunft finanziell abgesichert?

Julia: Nein ist er nicht. Es gibt leider keine Berufsgenossenschaft oder ähnliches für Boxer. Eine durch den Boxsport finanzierte Rente oder Ähnliches gibt es nicht.

Frage: Was die Fans auch bestimmt interessiert, vor allem die, die selber Boxen: Was kann man tun um Verletzungen wie seine zu vermeiden oder ist das Risiko gegeben, dass so etwas immer wieder passieren kann?

Julia: So eine Verletzung kann immer passieren. Aber als Boxer sollte man sich gut überlegen, wen man sich für sein Team auswählt. Sieht ein Boxer auf einem Auge nichts mehr, sollten Kämpfe generell sofort abgebrochen werden. Dafür ist die Gefahr zu groß, starken Schlägen ungeschützt ausgesetzt zu sein.

Frage: Julia Sie haben ja auch von Ihren drei Kindern mit Eduard gesprochen. Wie alt sind Ihre Kinder?

Julia: Der älteste ist 8 Jahre alt. Unser mittlerer Sohn ist 7 Jahre alt und unser Mädchen ist 3 Jahre alt.

Frage: Welche Hilfe ist derzeit konkret nötig?

Julia: Unser Zuhause muss behindertengerecht umgebaut werden. Außerdem muss ich alle Geräte anschaffen, die notwendig sind um weiterhin seine Therapien durchzuführen. Ich will auch zuhause Alles fortsetzen, was in der Reha mit ihm gemacht wurde.

Für eine Pflege zuhause werden von der Krankenkasse nur begrenzte Maßnahmen bewilligt.
Davon betroffene Menschen machen auch nach einem halben Jahr oder noch später Fortschritte. Ich werde alles versuchen um meinen Eddy zu unterstützen, aber dazu brauche ich Hilfe. Er wird eine Rundumbetreuung brauchen.

Ich weiß, dass viele Fans und Freunde mich dafür verurteilen werden, dass ich Bilder von ihm veröffentliche und um Hilfe bitte. Ich selbst habe auch lange mit mir gekämpft, ob ich das alles veröffentliche. Mein Wunsch ist es, dass mein Mann bei allen im Herzen der Eddy bleibt, den Sie kennen und ihm seine Privatsphäre lassen. Leider habe ich keine Wahl. Nur so kann ich Eddy die Möglichkeit geben, sich weiter zu entwickeln und nicht alles so hinzunehmen.

***

Alexandra Kostenko fügt hinzu: „Es war ein sehr emotionales Gespräch, mit der einen oder anderen Träne, die nicht zurückgehalten werden konnte. Das sagt wohl Alles. Julia hat in den letzten Monaten getan was sie konnte, um die jetzige Situation zu meistern. Sie wiegt noch ganze 42 kg. Doch die wirklich großen Herausforderungen liegen noch vor ihr, wenn Eddy zuhause sein wird und rund um die Uhr betreut werden muss. Selbst wenn man 100% positiv denkt und sich Alles nach und nach verbessert, bedeutet das eine Mammutaufgabe. Wie weit er sich in sein früheres Leben zurück kämpfen kann, ist vollig offen.“

Niemand konnte bis zum Ende der 12. Runde wissen, wie schwer verletzt Eddy Gutknecht aus diesem Kampf kommt. Es gibt keinerlei Schuldzuweisungen. Niemand wollte das, was letztendlich passiert ist.

Bei der Not-OP in London musste Eddy wegen der starken Gehirnschwellung die rechte Hälfte der Schädeldecke entfernt werden. Erst im Februar in Deutschland wurde der Schädel mit einer CAD-Plastik wieder geschlossen. Das ist nur eines der Details.

Was für eine Tragödie.

Als Boxfan gehen einem 1000 Gedanken durch den Kopf. Hier und jetzt einen Spendenaufruf zu starten ist das Erste, woran man denkt. Die Frage, ob und wie man in dieser schwierigen Situation sonst irgendwie sinnvoll helfen kann, steht im Raum.

Zumindest theoretisch wäre es vielleicht hilfreich, wenn kompetente Leute mit dem Herzen auf dem rechten Fleck eine wirkliche Benefiz-Veranstaltung für Eddy Gutknecht auf die Beine stellen. Aber wer würde das tun? Boxer/innen, die in Showkämpfen gegeneinander antreten um Eddy und seiner Familie zu helfen, gäbe es bestimmt genug. Aber wer traut es sich zu, so ein Event zu schultern? Wie würde das bei den Boxfans ankommen?Oder wäre es vielleicht eine gute Idee, bei einem ohnehin bevorstehenden Event einen kleinen Betrag X auf den Ticketpreis als Spende aufzuschlagen? Wie gesagt, 1000 Gedanken mit dem Wunsch helfen zu wollen. Es wird wohl doch bei einem schlichten Spendenaufruf bleiben.

Wenn jemand auf direktem Wege helfen möchte, freut sich die Familie Gutknecht über jede noch so kleine Spende. Hier die Bankdaten:

Kontoinhaber: Julia Gutknecht
IBAN: DE75 2695 1311 0142 0337 03
BIC: NOLADE21GFW

 

Hier noch einmal dieser schicksalhafte Kampf:

Eugen Sadym … Die Geschichte geht weiter … Tränen der tiefsten Dankbarkeit und Freude…

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Eugen Sadym hat immer davon geträumt einmal ein Profiboxer zu werden, ist aber für sein ganzes Leben an einen Rollstuhl gefesselt, da er an einer schweren Form der Infantilen celebralen Lähmung leidet.

Aber ungeachtet dieser Schwierigkeiten hat Eugen, seinen nun mehr dritten Boxkampf beschritten und noch einmal bewiesen, dass es nicht darauf ankommt, ob man nur begrenzte Möglichkeiten hat. Es kommt auf den eigenen Traum an bzw. den Willen diesen zu erfüllen.

Am 30.01.2016 fand eine Profiboxveranstaltung in Krasnodar statt, welche von der YFO BOX FEDERATION und der SKV Boxing gemeinsam organisiert wurde. Es gab 7 Kämpfe. An diesem Kämpfen haben Boxer verschiedenster Nationen teilgenommen, wie aus Russland, der Ukraine, Usbekistan, Armenien und Südossetien. Dieser Abend hatte einiges zu bieten. Man konnte Siege bewundern, die Tränen der Verlierer sehen und auch Knockouts haut nah erleben. Der letzte Kampf war dann ein unentschieden. Dies war ein Kampf beladen voller Hoffnungen.Eugen Sadym ist trotz seiner Behinderung nun zum dritten Mal im Ring.

Der Kampf hatte zwei Runden, die jeweils eine Minute lang waren. Direkt nach dem Unentschieden wurde Eugen ein elektrischer Rollstuhl geschenkt. Die Mittel für das Geschenk wurden im Rahmen eines Charityevents, am 18.12.15 in Pinneberg, gesammelt.

Eugen war mit dieser Überraschung bis in die tiefe seiner Seele Ergriffen. Die Tränen sind ihm über das Gesicht geflossen und wollten nicht mehr versiegen. Seine Mutter war in einem ähnlichen Zustand und war nur noch in der Lage zu sagen: „Wir hätten es nie im Leben geschafft, ihm, solch einen Rollstuhl zu kaufen und ich weiß nicht mit welchen Worten ich meinen Dank für Sie ausdrücken kann.

Eugen dankt heute noch allen, die es ermöglicht haben, dass dieser Rollstuhl angeschafft werden konnte. Und ein besonderer Dank gilt an:

FEDERATION OF PROFESSIONAL BOXING YFO & SKFO

WBC CARES

WINNER WIKING EVENT GMBH

SKV BOXING

ITS PROMOTION

JASMIN EVENT CENTER AZart-STUDIO (ELENA DUKART & SAXOPHON

ALEXANDER VAKARCHUK)

“DJ SLON & KATJA”

TANZSCHULE “HILLMANN STADE ADTV”

KATRIN BAUMGÄRTNER

“SIBIRSKIJ VJUN”

EIN GANZ BESONDERER DANK GILT „ASSORIX e.V “ , DIE DEN TRANSPORTE UND ZUSAMMENBAU DES ROLLSTUHLES ZU EUGEN MÖGLICH GEMACHT UND FINANZIERT HABEN!

Ein genauso großer Dank schön auch an die Boxer:

VINCENZO PALADINO UND TIPPGEMEINSCHAFT BOXING REVOLUTION, EDUARD GUTKNECHT-ER HAT GANZ VIEL GEHOLFEN!!!

WJATSCHESLAW TSCHIBISOW, WASILY WIEDEMANN, INA MENZER, VITALY TAJBERT, ALEXANDER JAKOB, KONSTANTIN AJRICH, UND EINE LEGENDE IM BOX-ARTUR GREGORYAN! Und genauso Vielen Dank: Peter Balakin, Lilly Schmidt, Valery Borodavko & Ekaterina Zinovev, Katharina Hering, Sergej Kowalenko, Sergej Schäffer, Alexandra Kostenko, Irene Kostenko und alle, die mit gemacht haben und unterstütz haben!

Wir alle haben Eugen dieses Geschenk gemacht, welches ihm solch eine Freude und Glück gebracht hat. Ihr alle habt Eugen gewärmt, wie ein warmer Sonnenstrahl. Wir wünschen natürlich allen nur das aller Beste und alles Glück der Welt! Bleibt Gesund und Munter.

Mit einer guten Tat, werden wir selbst auch etwas erfüllte im Leben. Erfüllt mit Freude.

Die jenigen, die Eugen helfen möchten, können sich an die offiziellen Vertreter wenden:

Lilly Schmidt, SlawaTschibisow, Irene Kostenko, Email:

fidex555@yahoo.de / Tel.: 040 532 777 36, +49 1736379321, 01722492757.

 

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Семинар по ударной технике. Удары являются одним из основных аспектов единоборств. Как научиться сильным и эффективным ударам? Хотите научиться правильно включать нужные мышцы для ударов? Как противостоять при помощи ударной техники боксерам и борцам? Очень важный аспект при обучение ударной технике психологический аспект. Как добиться правильного состояния при нанесении ударов? Как бить в движении? Как известно самыми эффективными являются неожиданные и невидимые удары, хотите научиться этому? Точность в ударах очень важный аспект, как достичь этого? Что такое расслабляющие удары и как применять их для оздоровительных аспектов? Как избавиться от страхов перед ударами и подготовить психику и тело для правильного принятия ударов? Как противостоять нескольким противникам при помощи ударов? Хотите узнать ответы на эти вопросы, тогда приходите к нам на семинар!

Adresse:

Friedenstrasse 60, 25421 Pinneberg-Parkplatz auf andere seite.

(Ofiziele adresse :Elmshorner Straße 52, 25421 Pinneberg)

27-28 Февраля 2016

Расписание тренировок: 10-13 – первая тренировка 15-18 – вторая тренировка

Стоимость семинара: 180 €

более подробная информация:

Margarita Pak – systematalanov@gmail.com

Roman Schalumov – schalumov@gmail.com

Tel.:  +49 176 48247151

On Friday, December 18th 2015, WBC Cares member Irene Kostenko organized a fundraising event in Pinneberg, Germany, to collect money for an electric wheelchair for Eugen Sadym. Eugen is a huge boxing fan and a true inspiration in the way he accepts challenges in life. Since watching a boxing movie in 2005, his only goal was to get into the ring and become a boxer – despite the fact that he was born with familial spastic paraplegia (FSP) and is bound to a wheelchair.
Eugen has been training every day for ten years and finally got the chance to get into the ring this year at an event organized by SKV Boxing in Krasnodar, Russia. His idols Dmitry Pirog (former middleweight champion) and Dimitry Kudryashov (cruiserweight contender) supported him and he was crowned „Honorary Russian Champion“.
„This is a dream come true“, said Eugen after the fight. „And it is also a good signal for all people who think that they are limited. There are no limits if you believe in yourself. You can always fulfill your dreams if you are willing to work hard and with the help of good friends. Never give up! Keep on fighting and your dreams will eventually come true.“
Now Eugen needs an electric wheelchair and some additional medical treatment which his family cannot afford. So Irene Kostenko decided to organize a gala event in Germany supported by WBC Cares Germany with dinner, music, show elements and three professional boxing fights promoted by Wiking Promotion in association with ITS Promotion.
The event was a big success so that Eugen will get his electric wheelchair and treatment.
Champions in attendance were former WBC World Super Featherweight Champion Vitali Tajbert and former European Light Heavyweight Champion Eduard Gutknecht among others.
„We are very happy and very proud that everything went well“, says Irene. „I want to thank all my friends who helped me making this possible, especially my dear friends from the WBC and WBC Cares. They have been a tremendous help.“

Mauricio Sulaiman im Exklusivinterview

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Frage: Die meisten Promoter investieren viel Geld ins Boxen und verdienen nichts dabei. Wie kann man im Boxsport wirtschaftlich erfolgreich sein? Gibt es da ein Erfolgsrezept?

MS: Promoter müssen Eintrittskarten verkaufen, sie brauchen Sponsoren und natürlich Fernsehgelder. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Unterstützung durch die Regierung. Jede große Veranstaltung bringt große Chancen für das Land, in dem sie stattfindet. Die Ministerien für Sport und Tourismus können den Promotern helfen, weil sie davon profitieren, wenn große Box-Veranstaltungen stattfinden. Das kann sowohl auf lokaler und kommunaler Ebene, als auch auf Landes- oder Bundesebene sein. Am Ende kommt es der ganzen Gesellschaft zu Gute, wenn Großveranstaltungen in der Region stattfinden. Außerdem kann man mit dem Boxsport auch Initiativen unterstützen, um die Kriminalitätsrate zu senken, häuslicher Gewalt vorzubeugen oder gegen Drogen zu kämpfen.

Frage: Gibt es besondere Veranstalter, mit denen Sie besonders gerne zusammenarbeiten? Welcher Promoter ist im Moment der Beste auf der Welt?

MS: Für die ganze Welt kann man das nicht sagen. Es kommt immer auf die Region an. Jede Region ist anders und hat andere Voraussetzungen. Die Arbeit, die ein Promoter in Thailand machen muss, unterscheidet sich stark von der Arbeit eines Promoters in Mexiko, Russland oder den USA. In Russland habe ich zum Beispiel großen Respekt vor Herrn Ryabinski. Im letzten Jahr war er der „WBC Mann des Jahres“, weil er viele gemeinnützige Zwecke unterstützt. In den USA gibt es zum Beispiel Lou DiBella, Golden Boy, Top Rank und Don King, der vielleicht der größte und beste Promoter aller Zeiten war. Er hat großartige Events auf die Beine gestellt und die Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt sehr, sehr viele tolle Promoter, die alle sehr hart dafür arbeiten, den Boxsport besser zu machen.

Frage: Kennen Sie SKV Boxing und ITS Promotion und was sagen Sie zu diesen beiden Boxställen?

MS: Natürlich kenne ich diese beiden Boxställe, die sehr ehrenhaft sind und hart arbeiten. Und ich bin davon überzeugt, dass die Region, in der beide arbeiten – Russland und Osteuropa – die Zukunft des Boxsports maßgeblich beeinflussen werden. Man sieht das an Beispielen wie Vitali und Wladimir Klitschko, Kosta Tszyu, Gennady Golovkin, Sergey Kovalev, Alexander Povetkin, Viktor Postol, Dmitry Kudryashov – es gibt so viele herausragende Boxer aus dieser Region. Deswegen ist es vor allem dort eine hervorragende Zeit für den Boxsport.

Frage: Sie loben die russischen Boxer, also scheinen Sie viel von der russischen Boxschule zu halten?

MS: Natürlich! Russen haben ein großes Herz, ein Kämpferherz. Es gibt eine große Tradition, die sie mit Ehre verteidigen. Sie sind sehr tapfer und kennen keine Angst. Die Trainingsmethodik – sowohl in Bezug auf Kondition, als auch in Bezug auf Technik – ist herausragend. Deswegen ist es eine ganz wichtige Region für den Boxsport.

Frage: Wer ist aus Ihrer Sicht im Moment der beste russische Boxer?

MS: Das ist eine sehr schwere Frage. Wenn man die gesamte Region nimmt – Russland und Osteuropa – gibt es so viele tolle Kämpfer: Kovalev ist ein herausragender Boxer. Golovkin ist ein herausragender Boxer. Postol hat uns alle überrascht. Es ist beeindruckend, wie viele große Champions aus der gesamten Region kommen.

Frage: Zwei Teilnehmer der WBC Convention sind Irene Kostenko und Malte Müller-Michaelis, die auch schon in Grozny waren. Was können Sie über diese beiden sagen?

MS: Beide sind wunderbare Menschen mit großem Herzen und der Bereitschaft, hart zu arbeiten. Sie sind tolle Repräsentanten der WBC, sehr gute Offizielle und haben die Leidenschaft, unseren Sport zu verändern und zu verbessern. Malte leitet das Female Championship Komitee, was eine große Aufgabe ist, und Irene hat sich als Frau in der Box-Branche durchgesetzt. Auf beide sind wir sehr, sehr stolz – und sie können stolz auf sich selber sein.

Frage: Waren Sie schon mal in Grozny oder überhaupt in Tschetschenien?

MS: Bislang noch nicht, aber ich möchte unbedingt mal dorthin.

Frage: Haben Sie eine besondere Botschaft für die tschetschenischen Boxfans?

MS: Ich danke Ihnen allen dafür, dass Sie den Boxsport unterstützen und ihn dadurch zu dem machen, was er ist. Sie können sich immer auf die WBC und auf mich verlassen, dass wir alles für das Boxen tun werden.

Bericht von L. Hard