Dimitri Sartison

 ­ „…Ich bin in der Blüte meines Lebens und  kann  noch einige Jahre gute Kämpfe liefern.“

 

 

Es ist ein schöner sonniger Vormittag in Hamburg. In einem Fitness und Wellness Spa treffe ich den Exweltmeister   der WBA im Supermittelgewicht, Dimitri Sartison. Er kommt gerade von seinem Training und ist sichtlich gut gelaunt, aber man merkt, dass er etwas aufgeregt ist, was ihn aber nur sympathischer macht.

Dimitri Sartison, Weltmeister der WBA im Supermittelgewicht, portrŠtiert am Dienstag (12.01.2010) im Gym von Universum Box-Promotion in Hamburg. Foto: Rolf Vennenbernd/filmograf

Wir bestellen uns einen Kaffee und ein angenehmes Gespräch nimmt seinen Anfang:

Alexandra: Dimitri kannst du dich mit zwei Worten einmal selbst Beschreiben?

Dimitri: Ich denke ich bin zielstrebig und diszipliniert, sowohl beim Sport als auch im Leben.

Alexandra: Wann hast du dich dazu entschieden Boxer zu werden?

Dimitri: Ich war schon immer sportlich und wollte mich in einem Verein sportlich betätigen. Da es an meinem damaligen Wohnort nur zwei Vereine zur Auswahl gab, Fußball oder Boxen, habe ich erst einmal mit Fußball angefangen. Fußball ist aber ein Mannschaftssport, bei dem jeder zum Erfolg oder Misserfolg beiträgt, also habe ich mich dann doch fürs Boxen entschieden, da es dort nur auf meine eigene Leistung ankommt. nach dem Boxtraining waren wir dann meistens dann noch Fußball spielen und so hab ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Eigentlich wollte ich damals Kickboxer werden, aber bei uns in der Gegend gab es das nicht (lacht).

Alexandra: Kannst du mir etwas von deinem größten Erfolg bzw. einem Misserfolg, der dich beeindruckt hat, berichten, sowohl privat als auch beim Sport?

Dimitri: Da fällt es mir schwer dir etwas zu nennen. Auf dem Weg zum älter werden ist jeder Augenblick entscheidend und alles was wir erlebt haben formt uns und jetzt einen aus Tausenden herauszupicken, wäre den anderen Augenblicken gegenüber ungerecht. Es ist die Summe, die uns ausmacht. Aber etwas was ich wohl nicht vergessen werde ist z.B. der gestrige Tag. Es ist nur ein kleines Beispiel aber eben solche Kleinigkeiten machen das Leben auch schön und lebenswert. Ich war bei einem Porsche Cup eingeladen. Ich konnte den ganzen Tag mit vielen verschiedenen Modellen schön Gas geben, wie ich wollte. Und da wurde bei mir sprichwörtlich das Kind im Manne geweckt und ich hab die Reifen quietschen lassen. Anschließend war ich so aufgeregt, dass ich heute Nacht nicht schlafen konnte. Und im Boxen ist es schwer ein Beispiel zu nennen, da jeder Kampf anders ist und man kann die Gegner nicht unbedingt miteinander vergleichen. Man bereitet sich auf jeden Kampf immer etwas anders vor, sowohl technisch als auch taktisch. man reift von Kampf zu Kampf und sammelt Erfahrungen. So wurden die Gegner immer Stärker und die Anzahl der Runden nahmen zu. Nur die Gagen bleiben gleich (lacht).

Alexandra: Hat dich ein verlorener Kampf schon einmal sehr geprägt?

Dimitri: Verlieren ist generell kein schönes Gefühl. Aber jetzt im Nachhinein und nach einer gewissen Zeit begreift man, dass das Verlieren zum Leben dazu gehört. Die verlorenen Kämpfe haben mir auch mehr gegeben, als meine 30 Siege.

Alexandra: Hast du eine eigene Devise oder ein Motto?

Dimitri: Ja, natürlich. Mein langjähriges Motto war niemals aufzugeben! Nicht nur beim Boxen, auch im Leben nicht. Auch wenn man kurz stolpert, einfach aufstehen und weitermachen. Noch mehr Mottos? Ich hab einen Haufen davon (lacht) und du brauchst nachher eine Extra Seite nur für die Mottos und Ratschläge.

Alexandra: Du hast schon viel in deiner professionellen Boxkarriere erreicht, hat dich der Erfolg verändert?

Dimitri: Ja klar. Jetzt bin ich abgehoben (lacht). Nein ich glaube es hängt von jedem Menschen selbst ab. Jeder reagiert anders auf Erfolg oder Änderungen im Leben. Das war für mich eine Erfahrung fürs Leben und ich hoffe bzw. denke, dass ich damit richtig umgegangen bin. Ob ich es nun wirklich richtig gemacht habe weiß ich nicht, dafür müsste man mal meine Freunde fragen.

Alexandra: Musstest du schon mal, während deiner Profi kariere, gegen deine eigenen Prinzipien handeln, gegen deine Überzeugungen?

Dimitri: Ja, natürlich. Das werde ich nicht verbergen. Damals im Club Universum bzw. im Boxen allgemein, war es so, dass man Geld nur für Kämpfe erhalten hat. Wir hatten kein monatliches Gehalt. Wir waren also irgendwo gezwungen jeden Kampf anzunehmen, gegen jeden Gegner zu Boxen, Hauptsache wir kriegen unser Geld. Es sollte so aussehen, als ob wir selbst immer Boxen wollten. Aber im Endeffekt mussten wir es machen um zu überleben.

Alexandra: Gibt es denn da eine Entscheidung, die man besonders bereut?

Dimitri: Sicherlich würde ich jetzt vieles anders machen. Ich musste auch mal verletzt bei meinen Kämpfen antreten. Aber aus dem Weg, den ich gegangen bin habe ich viel gelernt. Im Leben werden uns immer wieder Prüfungen gestellt, die wir meistern müssen und daraus lernen. So sehe ich meine Entscheidungen.

Alexandra: In jedem Bereich gibt es Wendepunkte. Welche waren deine?

Dimitri: Ein Wendepunkt ist ein Ereignis von dem man geprägt wird. Ein Wendepunkt hinterlässt einen Abdruck auf dem Charakter, der dadurch geformt wird.

Alexandra: Was waren denn für dich solche Ereignisse, die dich besonders geformt haben?

Dimitri: Also fangen wir mal an, jetzt brauchst du noch eine extra Seite (lacht). Es war z.B. der Tod meines Vaters, der Wechsel zum Profi und dann der Weltmeistertitel und das sind nur sehr große Eckpfeiler. Aber auch sehr viele Wechsel des Wohnortes. Alltägliche Ereignisse, die jeder Mensch halt kennt.

unbenannt (54 von 237) unbenannt (200 von 237) unbenannt (229 von 237) unbenannt (237 von 237)

Alexandra: Was stört dich ein ruhiges leben zu führen und was hilft dir dabei?

Dimitri: Ja, da gibt es in der Tat etwas, dass mich von einem ruhigen Leben abhält, so manche Reporter z.B. (lacht). Nein, ich bin soweit zufrieden. Ich bin gesund. Mir reicht das was ich verdiene zum Essen und ich hab einen Platz zum Schlafen. Mehr brauche ich nicht. Aber ohne meinen Sport wäre ich bestimmt unglücklich. (Sonst fällt mir spontan nichts ein.)

Alexandra: Hältst du dich in Form? Trainierst du regelmäßig?

Dimitri: Ich versuche so oft zum Training zu gehen, wie es mein Alttag erlaubt. Manchmal auch zweimal an einem Tag. Ich habe Spaß am Sport. Und weil ich immer im Training bin, bin ich sehr ausgeglichen.

Alexandra: Hast du einen Tipp, wie man seinen inneren „Schweinehund“ besiegen kann?

Dimitri: Es ist ja kein wunder, wenn viele sich nur schwer motivieren können, zum Sport zu gehen. Auch hier in meinen Sportstudio sehe ich es oft. Die Leute haben einfach keinen Spaß an der Sache. Man muss schon Spaß daran haben.

Alexandra: Warum trittst du nicht mehr auf?

Dimitri: Weil keiner gegen mich antritt. Ich habe Stieglitz und Abraham angeboten gegen mich zu Boxen, nur deren Manager wollten das nicht (lacht).

Alexandra: Wer wäre dein Wunschgegner?

Dimitri: Stieglitz oder Abraham. Aber andere können es auch gerne gegen mich versuchen.

Alexandra: Wie ist deine Meinung von der Boxwelt zur Zeit?

Dimitri: Die ist nicht ganz so gut. Ich denke es sollte eher weniger Boxveranstaltungen geben aber dafür qualitativ höhere Kämpfe. Aber die letzten ein bis zwei Jahre habe ich die Boxwelt nicht weiter mitverfolgt.

Alexandra: Arthur Abraham – Robert Stieglitz. Hast du eine Prognose?

Dimitri: Ich hab da keine Prognose Ich wünsche den beiden bzw. auch allen anderen nur das Beste.

Alexandra: Bist du mit Felix Sturm bekannt? Wenn ja, welche Perspektiven hat er?

Dimitri: Ja ich kenne ihn. Er ist ein starker Boxer und technisch ist er auch gut aufgestellt. Ich hoffe das er noch ein paar Chancen haben wird sich Titel zu holen und die Zuschauer weiterhin zu begeistern. Das wünsche ich Ihm. Aber ich bin kein Hellseher und weiß nicht was die Zukunft

bringt. Ohne meinen Anwalt sage ich nichts (lacht).

Alexandra: Welche allgemeine Einschätzung hast du vom „Supermittelgewicht“?

Dimitri: Da ich es länger nicht richtig verfolgt habe weiß ich nicht, was zur Zeit passiert in Sachen Boxen. Aber es gibt in Hamburg einen Boxer, im Supermittelgewicht, der für Kämpfe bereit ist. Wenn jemand also gute Kämpfe sehen möchte, soll er ihn anrufen.

Alexandra: Sitzt er gerade vor mir?

Dimitri: Ja, natürlich sitzt er dir gegenüber. Also ich bin in der Blüte meines Lebens und kann noch einige Jahre gute Kämpfe liefern.

Alexandra: Was für Pläne oder Ziele für die Zukunft hast du, auch im Bezug auf den Ring?

Dimitri: Ich kann noch einige Jahre gute Kämpfe abliefern und würde das auch gerne tun. Und wenn Stieglitz oder Abraham einverstanden sind, gegen mich anzutreten, können wir es auch gleich dieses Wochenende machen (lacht).

Alexandra: Was ist dein Traum?

Dimitri: Ich versuche einen eigenen kleinen Gym aufzumachen, keine Box schule oder ähnliches. Das macht mir Spaß und ich animiere die Leute gerne zum Sport. Es soll etwas für groß und klein werden, denn es ist nie zu spät anzufangen. Und natürlich hab ich noch ein oder zwei Ziele, die ich nebenbei verfolge aber davon erzähl ich, wenn es soweit ist. Außerdem bin ich kein Freund vom Sprüche klopfen. Es war ein sehr angenehmes und witziges Interview mit Dimitri Sartison. Er hat es verstanden geschickt bei ernsten Fragen mit Humor auszuweichen. Er hat einen sympathischen Eindruck gemacht. Nun bleibt es abzuwarten, ob er noch einmal auftreten wird. Zur Zeit wird er von der Promotion Agentur ITS vertreten, dessen Promoter Wjatscheslaw Tschibisow, großes Vertrauen in ihn und seine Fähigkeiten setzt.

Sartison_Nievas

Natalia Smirnova im Exklusivinterview!

Natalia Smirnova, die vierfache Boxweltmeisterin der GBU, WIBA, WBF und des WBC ist Heute Exklusiv im Interview. Sie gibt uns einen Einblick in ihre Welt des Boxens und persönliche Einblicke in ihr Leben.

Im Gespräch mit : Alexandra Kostenko

Alexandra: Wann und Warum haben Sie sich dazu entschieden eine Profiboxerin zu werden?

Natalia: Im Jahr 2011 habe ich die Weltmeisterschaft im Muay Thai (Thai boxen) gewonnen und nach weiteren Siegen im professionellen Ring, in Bangkok, hat mir mein Trainer und Manager, Vladimir Zimmermann, empfohlen Profiboxerin zu werden. Diesem Ratschlag bin ich dann auch gefolgt.

Alexandra : Welcher Ihrer Kämpfe war für Sie der schwerste?

Natalia: Definitiv mein erster Kampf, der über 10 Runden ging.

Alexandra: Welche Gegnerin hat Ihnen am meisten zu schaffen gemacht?

Natalia: Die Kämpfe sind immer unterschiedlich und auf verschiedene Weise eine Herausforderung, auf die ich mich entsprechend in der Situation individuell einstellen muss. Eigentlich kann sich jede Gegnerin als sehr Stark und unvorhersehbar herausstellen, daher ist es für mich hier sehr schwierig eine genaue Aussage zu treffen.

Alexandra: Welcher Kampf ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben und wieso?

Natalia (schmunzelt): Das war der letzte Kampf in Holzminden, weil ich von den Zuschauern so unglaublich herzlich empfangen wurde. Dementsprechend habe ich noch mehr versucht mein bestes zu geben und den Zuschauern auch was zu bieten!

Alexandra: Interessieren Sie sich auch für die Karriere eines anderen Boxers?

Natalia( lächelnd): Ehrlich gesagt, nein. Ich schaue eher , wer als Gegnerin für mich in Frage kommen könnte

Alexandra: Haben Sie denn Kontakt zu anderen Boxern?

Natalia: Nein, nicht direkt. Ich bin fast nur mit meinem Trainer und den anderen Mitgliedern, des Muay Thai Gym Samara, zusammen.

Alexandra: Sagt Ihnen Nikki Adler etwas?

Natalia: Natürlich!. Wir Boxen schließlich beide für ITS Promotion.

Alexandra: Was denken Sie über den weiteren Verlauf von Nikki Adler ́s Box Karriere?

Natalia: Sie hat bereits viel erreicht und wird weiterhin ihr bestes geben . Das sind die besten Voraussetzungen, für eine weitere erfolgreiche Karriere. Außerdem habe ich Ihren tollen Kampf mit Kristina Hammer immer vor Augen, wenn ich an Sie denke. Ich

wünsche ihr nur das aller Beste für die Zukunft.

Smirnova foto

Alexandra: Was ist Ihre Prognose zum Kampf Arthur Abraham und Robert Stieglitz?

Natalia: Ich habe die Karrieren, dieser beiden Boxer zwar nicht intensiv verfolgt, hoffe aber, dass Robert Stieglitz gewinnen wird .

Alexandra: Was denken Sie über die Box Branche?

Natalia: Es ist wirklich bedauerlich, dass nicht alle Promoter an einem fairen und guten Kampf interessiert sind, der wirklich für alle interessant ist und einfach eine gewisse Klasse zu bieten hat.

Alexandra: Gegen wen würden Sie denn am liebsten in den Ring steigen?

Natalia: Das ist einfach! Die amtierende Weltmeisterin im WBC, Eva Wahlstroem (Superfedergewicht). Ich hoffe, dass mein Promoter Wjatscheslaw Tschibisow gute Bedingungen für einen Kampf zwischen uns aushandeln könnte.

Alexandra: Was machen Sie in Ihrem Leben außerhalb der Boxwelt?

Natalia: Ich züchte Bullterrier.Aber ich lese auch sehr gerne, zur Zeit fasziniert mich Friedrich Nietzsche und Viktor Pelewin. Außerdem gehe ich zum Muay Thai und trainiere den Nachwuchs.

Alexandra: Haben Sie noch einige Worte, die Sie an unsere Leser richten möchten?

Natalia: Den Lesern wünsche ich Glück und Gesundheit, denn alles andere muss hart erarbeitet werden.

Box – Weltmeisterin Nikki Adler

Augsburger Box – Weltmeisterin Nikki Adler spielt bei GZSZ mit

Elena schlägt Philip zusammen

Für die vierfache Augsburger Box-Weltmeisterin Nikki Adler ging nun ein großer Traum in Erfüllung: Die Sportlerin durfte bei einem Cameo-Auftritt in ihrer absoluten Lieblingsserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mitspielen!

Um Elena (Elena García Gerlach) aufzubauen, überrascht Philip (Jörn Schlönvoigt) sie mit einem Selbstverteidigungskurs. Keine Geringere als Nikki Adler unterrichtet den Abwehr-Nahkampf, was für Philipp nicht gut endet: Elena holt aus und trifft ihn mit voller Wucht an seiner empfindlichsten Stelle…

Im Gespräch mit RTL berichtet die Boxerin von den Dreharbeiten: „Ich war sehr aufgeregt. Das glaubt mir keiner, aber der Weg vom Hotel zum Studio war schon genauso aufregend wie der Weg vom Hotel zu einer Kampfarena. Du fragst dich, ob du dich auch gut genug vorbereitet hast. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet. Mein Puls stieg echt hoch. Und der Weg von der Maske zum Dreh war dann nochmal Aufregung pur. Aber es ist wie im Kampf, sobald man drin ist, ist es toll und läuft. Als die Kamera anging und die Ansage kam „wir drehen“, war ich plötzlich ganz fokussiert und konzentriert und dann war auch gottseidank der Text da. Die Nervosität war weg und dann hat es nur noch Spaß gemacht.“

2013-11-13 00.41.25

Was ist anstrengender? Boxen oder ein GZSZ-Dreh?

Auf die Frage, was anstrengender sei, ein Boxkampf oder ein Dreh bei GZSZ, antwortet Adler: „Wenn ich kämpfe, lebe ich meinen Traum, denn Boxen ist mein Leben. Und jetzt das Set in Babelsberg gesehen zu haben, war ein großer Wunsch. Beides ist toll. Aber es stimmt schon – ob Boxen oder GZSZ – die Aufregung ist tatsächlich immer gleich schlimm und die Erleichterung und das schöne Gefühl hinterher gleich schön. Danke dafür!“

Mittlerweile trainiert die Augsburgerin wieder, denn „am 4. Juli verteidige ich einen meiner WM-Titel, da steht der nächste Fight an.“ Die GZSZ-Stars drücken der sympathischen Kämpferin dafür alle Daumen.

 

Zu sehen ist die Box-Weltmeisterin Nikki Adler am 11. August bei GZSZ um 19:40 Uhr.

 

Lies mehr über Augsburger Box-Weltmeisterin Nikki Adler spielt bei GZSZ mit bei gzsz.rtl.de

Ruslan Chagaev vs Fres Oquendo

Ruslan Chagaev–Promoter zu Zahlung an Fres Oquendo verurteilt

Ein Artikel von Olga Prokassin:

Der Promoter von Ruslan Chagaev wurde von einem US-Gericht zu einer Zahlung von $ 0,775 Millionen verurteilt. Es wurde Berufung eingelegt.

Das Gericht für den südlichen Bezirk in New York (USA) hat den Promoter Timur Dugazaev verpflichtet, 775.000,- $ zuzüglich aufgelaufener Zinsen an den Opuendo-ricanischen Schwergewichtler Fres Oquendo (37-8, 24 KO) zu zahlen. Dass hängt mit dem verlorenen WBA-WM-Kampf gegen Ruslan Chagaev (33-2-1, 20 KO) vom Juli 2014 in Russland zusammen.

 

Darüber hinaus wurde der Promotion untersagt, innerhalb der nächsten anderthalb Jahre weitere Kämpfe mit Chagaev durchzuführen. Einzige Ausnahme stellt die Revanche gegen Oquendo dar.

Chagaev hatte im Juli 2014 einen „regulären“ Gürtel als Champion des WBA in Grosny (Russische Föderation) mit einem Punkt urteil von 114:1124 und 2x 115:113 strittig gegen Oquendo gewonnen. Zuvor kam es zu Irritationen, weil Oquendo unentschlossen war, ob er in Russland kämpfen wird oder nicht. Er wurde dann gerade noch in letzter Minute eingeflogen.

Nach dem Kampf hat Fres Oquendo die Doping-Prüfung nicht bestanden. Später ging der Puerto Ricaner vor Gericht und behauptete, dass die Promotion, welche den Kampf veranstaltet hat, die Vertragsbedingungen verletzt hat. Es wurde ihm nicht die volle Summe von 1 Mio. Dollar ausgezahlt und eine Revanche gegen Chagaev wurde ebenfalls nicht angesetzt, die im Falle des Niederlage des Puerto Ricaners versprochen wurde.

ChagaevOquendo14

Wie jetzt bekannt wurde, will das Team Chagaev und der Promoter Timur Dugazaev Berufung auf die Entscheidung des New Yorker Gerichtes bezüglich des Anspruches von Oquendo abgeben.

Timur Dugazaev: „Wir werden gegen diese Entscheidung Berufung einlegen. Wir führen bereits seit Tagen Verhandlungen mit der Seite von Oquendo. Vielleicht wird es gelingen uns gütlich zu einigen, wenn es akzeptabel ist. Oquendo besteht von seiner Seite aus nach wie vor auf eine Revanche, die wir im Moment nicht wollen. Bei uns ist im Juli ein Duell mit Francesco Pianeta geplant. Andererseits betrachten wir eine Revanche in der Zukunft für machbar.“

Im April gab der Promoter von Chagaev bekannt, dass er an einem Moskauer Gericht eine Klage gegen Oquendo eingereicht hat, in der er die Rückgabe der 225.000,- $ verlangt, für die Tatsache das der Gegner beim Dopingtest durchgefallen ist.

Timur Dugazaev: „Wir werden uns an der Entscheidung des Moskauer Gerichtes orientieren, bezüglich der Klage die wir gegen Oquendo eingereicht haben.“

Eugen Sadym

Ein Junge mit einem großen Traum

 

Ein Beitrag von Alexandra Kostenko:

Jede Minute die Eugen Sadym im Ring ist beweist er, dass die begrenzten Möglichkeiten seiner Gesundheit kein Hindernis sind, wenn es einen Traum gibt.
Fast täglich zieht er die Boxhandschuhe an und trainiert die Techniken des Boxens, die er bis zur Vollkommenheit erlernen will.

Sein häufiges Training ist nicht einfach nur der Spaß am Sport. Es ist viel mehr, es ist seine Liebe zum Boxsport.

Eugen Sadym: „Im Jahr 2005 habe ich den Film “Schattenboxen“ (russischer Boxfilm aus dem Jahr 2005, Originaltitel “Boj s Tenju“) angeschaut und mich danach für das Boxen begeistert. Durch diesen Sport wird man nicht nur selbstbewusster, man lernt auch, für sich selbst und Schwächere einzutreten, wenn es nötig ist.“

IMG-20150529-WA0009 (1)

Heute versäumt der junge Bewunderer der Boxwelt kein bedeutsames Duell im Fernsehen und besucht nach Möglichkeit die professionellen Shows in seiner Nähe.
Zielstrebigkeit und den Willen zum Boxen besitzt Eugen mehr als viele gesunde Menschen, selbst mehr als es bei manch einem Boxer der Fall ist. Man hört von Eugen niemals, dass er müde oder erschöpft ist, er arbeitet immer bis zum Ende seiner Möglichkeiten.

Man hat in seiner Heimat einen „Kampf“ speziell für ihn organisiert. Eugen hat sich lange auf den ersten Kampf vorbereitet. Er hätte sich nie erträumen lassen, dass sein großes Vorbild, der Exweltmeister Dmitrij Pirog bei dem Kampf als Sekundant an seiner Seite sein wird.

Der lang ersehnte Kampf dauerte nur ein paar Minuten. Der Gegner war ein erst acht Jahre alter, vollkommen gesunder Junge, der schon dutzende Kämpfe hatte. Nach dem Verkünden des Kampfergebnisses ist Eugen Sadym „Russlands Boxchampion“ und darf jetzt einen Gürtel tragen, von dem er geträumt und den er sich hart erarbeitet hat.

Eugen Sadym: „Dieser Gürtel ist mein Traum und mein ganzes Leben. Ich habe nicht vor aufzugeben und ich wende mich an die Menschen mit begrenzten Möglichkeiten. Ein Rollstuhl wie bei mir oder irgendeine andere Einschränkung sind keine Gründe, aufzugeben! Verzweifelt nicht, eine Behinderung ist nicht das Ende! Wir dürfen nicht glauben, dass wir es nicht schaffen, dass wir keine Möglichkeiten haben. Wir können alles schaffen, wir haben die Möglichkeiten, wir müssen nur hart dafür arbeiten, um unsere Träume zu erfüllen!“

 

Eugen1-300x276

 

Mittlerweile sind Dmitrij Pirog und Eugen Sadym gute Freunde. Dmitrij Pirog sagt sogar, das er und Eugen oft abends telefonieren. Eugen hat trotz seiner fehlenden Gesundheit hart trainiert und gearbeitet. Er hat all die Hürden überwunden und sich seinen Traum erfüllt. Den Titel “Russischer Champion” hat er sich verdient, auch wenn der speziell für ihn geschaffen wurde.

Eugen Sadym: „Die eingeschränkte Gesundheit ist kein Hindernis, wenn man einen Traum hat!“

Eine Patenschaft für Eugen und seinen Traum haben die SKV Promotion und ITS Promotion übernommen.

Falls euch diese unglaublich kämpferische Persönlichkeit beeindruckt hat und euch seine Geschichte nahe gegangen ist, unterstützt Eugen, zum Beispiel mit Spenden, oder wendet euch an uns wenn ihr andere Ideen und Möglichkeiten habt, ihn zu unterstützen.

Zur Zeit benötigt Eugen dringend einen Elektrorollstuhl (gerne auch ein gebrauchter). Er freut sich über jegliche Hilfe, ob in Form eines Elektrorollstuhls oder einer Geldspende, damit ein Rollstuhl angeschafft werden kann.

Bei weiteren Fragen könnt ihr euch mit uns in Verbindung setzen:

Telefon: +49 (0)15203264411
E-Mail: itsboxen@gmail.com
Spenden können überwiesen werden an folgende Bankverbindung:
Kontoinhaber: Wjatscheslaw Tschibisow
Verwendungszweck: EUGEN/ROLLSTUHL
IBAN:DE69 2005 0550 1262 4435 08
BIC: HASPDEHHXXX

Nikki Adler is Back

Vom roten Teppich zurück auf die Bretter die die Welt bedeuten

Augsburg, 26.05.2015. Die 28-jährige Nikki Adler steht vor ihrer nächsten Herausforderung. Am 4. Juli 2015 setzt sie ihren WBU-Titel im Supermittelgewicht gegen Szilvia Szabados aufs Spiel. „Barfuß oder Lackschuh. Ich biete in jedem Kampf mein ganzes Herz und meine Titel. Wer die Beste sein will, muss es immer wieder beweisen und ich bin hungrig“, so die amtierende Weltmeisterin.

Trainer Alexander Haan vom BC Haan arbeitet bereits an einer optimalen Strategie für seinen Schützling. Die wird auch Szabados brauchen. Gegnerinnen im Supermittelgewicht zu finden ist inzwischen für Promoter Slawa Tschibisow von ITS- Promotion keine einfache Aufgabe mehr. Adler ist respekteinflößend. Ihre gefährlichsten Waffen sind ihre Schlaghärte und ihre unglaubliche physische Kraft.

Im Abendkleid auf dem roten Teppich möchte man das kaum glauben. In den ersten Monaten des Jahres verzauberte die charismatische Profiboxerin in erster Linie Schauspieler, Sportler oder Musiker. Sie ist inzwischen ein gerngesehener Gast auf Verleihungen, Bällen und lernt Texte für eine Gastrolle bei ihrer Lieblingsserie GZSZ. „Meine Auszeichnungen empfinde ich als große Ehre, die Einladungen als Geschenk und ich bin sehr dankbar für die tollen Anfragen. Nun wird es aber höchste Zeit für mich, zurück in den Ring zu steigen. Ich will kämpfen. Das ist mein Leben.“

Drei große Kämpfe sollen es in diesem Jahr noch werden. Der große Kick-Off für das Adler-Boxjahr 2015 steigt in Martfeld bei Bremen. Der WM-Fight im Juli könnte ein echter boxerischer Leckerbissen für die Fans werden. Die 24 jährige Wahl- Londonerin Szilvia Szabados gilt als ungarische Hoffnungsträgerin: jung, ehrgeizig und zielstrebig. Von ihren 7 Profikämpfen konnte sie 5 gewinnen, 2 davon durch KO. Für Nikki Adler ist sie eine tapfere Herausforderin für ein packendes WM-Duell.

Sollten Sie Fragen haben, erreichen Sie uns:

Julia Schutz,

Tel.: +49 173 37 89 620,

E-Mail: jule.schutz@nikki-adler.de

ITS Promotion

Anderthalb Jahre ITS Promotion Slawa Tschibisow zieht eine erste Bilanz

BOXEN HEUTE

 

Kategorie: Profiboxen

Im März 2013 tauchte mit ITS Promotion ein neuer Boxstall in Hamburg auf.

Promoter Slawa Tschibisow hat sich und seinem Team damals auf die Fahnen geschrieben, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland im Profiboxen zu verbinden.

Dabei ging es ihm darum, deutsche Boxer nach Russland zu bringen und gleichzeitig den deutschen Markt weiterhin für russische Sportler zu öffnen.

 

 

012
Knapp anderthalb Jahre nach dem ersten Event zieht Tschibisow nun eine erste positive Zwischenbilanz: „Wir haben in Deutschland und Russland tolle Veranstaltungen organisiert, haben mit Nikki Adler eine Weltmeisterin und mit Dmitry Kudryashov eines der größten russischen Talente unter Vertrag – ich denke, für den Anfang können wir ganz zufrieden sein!“Der Promoter ist sichtlich stolz auf das Erreichte, ist sich aber natürlich auch bewusst, dass er noch nicht am Ziel ist. „Wir stehen noch ganz am Beginn, müssen immer noch viel lernen und wollen noch viel bewegen“, sagt der Wahl-Hamburger. „In den vergangenen Monaten haben wir uns mehr auf Russland konzentriert und dort gemeinsam mit unseren Partnern von SKV Boxing große Events auf die Beine gestellt. In Zukunft wollen wir auch in Deutschland wieder aktiver werden.“

Zudem schielt der Jung-Promoter mit einem Auge in Richtung USA. „Natürlich ist Amerika immer noch der bedeutendste Markt im Boxen“, so Tschibisow weiter. „Wer es dort schafft, kann es überall schaffen. Ich glaube, dass wir mit Dmitry Kudryashov mindestens einen Boxer unter

Vertrag haben, der auch für die USA interessant sein kann. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“

Erst mal darf sich der ungeschlagene Cruisergewichtler Kudryashov (14 Kämpfe, 14 Siege, 14 KOs)

mit dem weltbesten Schwergewichtler messen. Der „Russian Hammer“ wurde von keinem

Geringeren als Weltmeister Wladimir Klitschko zur Vorbereitung auf dessen Kampf gegen Kubrat

Pulev als Sparringspartner eingeladen. „Auch das ist eine tolle Anerkennung unserer Arbeit und

zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Slawa Tschibisow.

Man darf gespannt sein, was die Zukunft für ITS Promotion bereit hält.