Boytsov aus dem Koma geholt

Box-Profi war am 3. Mai mit schweren Kopfverletzungen gefunden worden

Boytsov

Die Ärzte haben Profiboxer Denis Boytsov (29) aus dem künstlichen Koma geholt. Am 3. Mai war er mit schweren Kopfverletzungen in einem Berliner U-Bahn-Tunnel gefunden worden. Die genauen Umstände sind bis heute unklar.

Das enge Umfeld von Boytsov geht von Fremdverschulden aus, die Polizei hat nach eigenen Angaben jedoch keine Anhaltspunkte dafür. Fast sieben Wochen lag der russische Schwergewichtler, der 36 seiner 37 Kämpfe gewann und als kommender Weltmeister galt, im Koma. Aus diesem erweckten ihn nun nach Informationen von SPORT BILD die Ärzte in der Berliner Charité-Klinik.

Sein Zustand ist weiterhin ernst. Zweimal wurde Boytsov am Kopf operiert, eine dritte OP wird folgen. Wegen der starken Schwellung war eine Schädelseite geöffnet worden. Boytsovs Augen sind geöffnet, er atmet allein, aber spricht nicht und bewegt sich so gut wie gar nicht. Wird er angesprochen, zeigt er minimale Reaktionen mit dem Mund und den Händen. Inzwischen ist er in eine private Berliner Klinik verlegt worden, die auf erwachte Koma-Patienten spezialisiert ist. Mithilfe technischer Geräte soll Boytsov das Sprechen und Bewegen neu lernen. Ob dies gelingt, ist ungewiss.

Noch immer wird er flüssig ernährt. Er hat extrem abgenommen, von 103 auf 70 Kilo. Seine schwangere Frau, sein Vater und Bruder sind ständig bei ihm. Auch sein Trainer Ulli Wegner besuchte Boytsov und war völlig aufgelöst.

  • Von DIRK SCHLICKMANN,STEVEN JÖRGENSEN
  • http://sportbild.bild.de/sportmix/boxen/boxen/denis-boytsov-aus-dem-koma-geholt-41473884.sport.html

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